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Feininger, Lyonel
(1871 New York 1956).
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78 Nieder-Grunstedt. Aquarell u. Feder in Tusche auf Bütten. 1917. 238 x 308 mm, im Passepartout freigestellt. Unter Glas gerahmt. Signiert, datiert (23 Juli 1917) u. betitelt. Provenienz: Vom Vorbesitzer im Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer erworben. - Beiliegend: Kopie des Briefwechsels mit Achim Moeller Fine Art Limited, New York. - Aufenthalte Feiningers in Niedergrunstedt sind seit 1911 zu belegen. Er zeichnete viel im Freien, in seinen geliebten, im Umfeld von Weimar gelegenen Dörfern. Wenige Tage nach seiner Ankunft am 11. April 1914 begann er an „Niedergrunstedt IV“ zu arbeiten. Es gibt zwei Fassungen des Bildes, beide von 1914. Beide befassen sich mit einer neuen Raumorganisation. Am 9. Juni schrieb Feininger: „... ich male wieder – ein neues Bild, die schrägstehenden Häuser in Nieder Grunstedt – gewaltige Schräg Construction, die Du in der Kohle kennst und das längst hier auf der Leinwand aufgezeichnet gewesen – nur daß ich nicht den grossen Mut hatte damit anzufangen. Aber jetzt bin ich wieder voll und ganz „ich“. Ich habe in diesen Tagen wieder enge Fühlung gewonnen, draussen, mit dem Weltall der grossen Formen, der grossen Rhythmen, die allein mich, wie nur Bach es tut, ganz auszufüllen vermögen...“ (Brief vom 9. Juni 1914 an seine Frau Julia) [ 41] |
40000,- EUR |